FAQ
Häufige Fragen.
Kurze Antworten rund um EMONI: wie es funktioniert, was es kostet und was mit Ihren Daten passiert.
Allgemein
Was ist EMONI?
EMONI liest Ihre vorhandenen Strom-, Gas- und Wasserzähler automatisch aus, ohne Zählertausch. Die Werte sehen Sie im Dashboard in Euro, kWh, m³ und CO₂, im Browser und in der EMONI App für iOS und Android.
EMONI wird von der ISIS IC GmbH in Wesel entwickelt.
Für wen ist EMONI geeignet?
Für Organisationen, die den Verbrauch ihrer Gebäude laufend sehen wollen statt einmal im Jahr: Kommunen, Unternehmen, Gewerbe und Industrie, Hausverwaltungen, Kirchengemeinden und Stadtwerke.
Die Technik ist dieselbe, ob für ein einzelnes Gebäude oder für viele Liegenschaften im ganzen Bestand.
Welche Zähler kann EMONI auslesen?
EMONI arbeitet mit Strom-, Gas- und Wasserzählern, mit analogen Rollenzählwerken ebenso wie mit digitalen Anzeigen, etwa bei modernen Stromzählern. Bei Kommunen und Unternehmen kommen Wärmezähler hinzu, etwa für Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme.
Ob Ihr Zähler passt, klären wir vor jeder Bestellung im Telefonat. Passt er nicht, entstehen Ihnen keine Kosten.
Muss mein Zähler dafür getauscht werden?
Nein. EMONI wird auf den Zähler gesetzt, der schon da ist. Es gibt keinen Eingriff in die Gas- oder Wasserinstallation und keinen Handwerker, der etwas anschließen muss.
Technik & Installation
Wie liest EMONI den Zählerstand ab?
Eine Kamera im Gerät erfasst das Zählwerk, eine Texterkennung macht daraus eine Zahl. Jeder Wert durchläuft Plausibilitäts-Checks, damit Lesefehler nicht in Ihrer Auswertung landen.
Wie kommen die Daten vom Zähler in die Cloud?
Über WLAN oder über LoRaWAN. Den EMONI Endnode gibt es in beiden Varianten:
- WLAN: für die meisten Gebäude, sendet über Ihr vorhandenes WLAN.
- LoRaWAN: wenn am Zähler kein WLAN ankommt, etwa tief im Keller. LoRaWAN funkt auch durch Wände und Decken, setzt aber ein LoRaWAN-Netz am Standort voraus. Das prüfen wir gern für Sie.
- Weder WLAN noch LoRaWAN vor Ort: Dann stellen wir einen Router mit SIM-Karte. Eigene Infrastruktur brauchen Sie nicht.
Für Betreiber eines eigenen LoRaWAN-Netzes gibt es auf der Seite Downloads einen Payload-Codec für ChirpStack v4 und The Things Stack.
Braucht EMONI eine Steckdose?
Nein. EMONI läuft mit Batterien (4 × AA) oder über USB-C.
- Mit USB-C ist das Messintervall frei wählbar, bis zu einem Wert pro Minute.
- Mit Batterien sendet die WLAN-Variante etwa einen Wert alle zwei Tage. Die LoRaWAN-Variante hält bei einer Übertragung alle 12 Stunden bis zu 12 Jahre.
Wie oft wird gemessen?
So oft, wie Sie es brauchen: von einmal pro Minute (mit USB-C) bis alle zwei Tage. Für Unternehmen ist zum Beispiel ein 15-Minuten-Takt üblich, das sind rund 2.880 Werte pro Monat statt einer Ablesung von Hand.
Wer installiert EMONI?
Das Gerät wird mit einer Magnet- oder Optik-Halterung ohne Werkzeug und ohne Handwerker auf das Zählwerk gesetzt und danach in der App eingerichtet. Im Pilotprojekt übernehmen wir die Montage auf Wunsch selbst, im Umkreis von 50 km um Wesel, weiter entfernt nach Rücksprache.
Kann EMONI im Freien oder in einem Zählerschacht montiert werden?
Derzeit nicht. Der EMONI Endnode ist für Innenräume gebaut, bei +5 °C bis +45 °C. Ob Ihr Zählerstandort passt, klären wir vor jeder Bestellung im Telefonat.
Welche technischen Daten hat der EMONI Endnode?
- Funk: WLAN oder LoRaWAN (EU-868 MHz, Class A, OTAA)
- Stromversorgung: 4 × AA (Mignon) oder USB-C
- Abmessungen: 80 × 72 × 107 mm (H × L × B)
- Betriebstemperatur: +5 °C bis +45 °C, für Innenräume
- Zulassung: CE nach RED 2014/53/EU und RoHS, Betrieb in allen EU-Ländern, Norwegen und der Schweiz
- Software: Updates werden automatisch geladen und installiert
Mehr Details zur LoRaWAN-Variante finden Sie auf der Seite EMONI Endnode.
Kommunen & Unternehmen
Wie hilft EMONI, Energie und Kosten zu sparen?
EMONI zeigt laufend, wo Energie verloren geht, nicht erst mit der Jahresabrechnung. Typische Funde in Kommunen und Unternehmen:
- Verbrauch außerhalb der Nutzungszeiten: Heizung oder Lüftung laufen nachts, am Wochenende oder in den Schulferien weiter.
- Anomalien und Leckagen: Dauerverbrauch von Wasser nachts oder an Feiertagen markiert EMONI automatisch als Auffälligkeit.
- Hohe Grundlast: Sie sehen, was ein Gebäude verbraucht, wenn niemand es nutzt.
- Gebäude im Vergleich: Normalisiert je m² wird sichtbar, welche Liegenschaft das größte Einsparpotenzial hat und wo eine Sanierung am meisten bringt.
- Wirkung nachweisen: Nach einer Maßnahme, etwa einem neuen Heizplan, sehen Sie schwarz auf weiß, was sie gebracht hat.
Kann ich mehrere Gebäude und Standorte vergleichen?
Ja. Alle Liegenschaften stehen in einem Dashboard. EMONI vergleicht sie fair, normalisiert je Quadratmeter (kWh/m² pro Jahr), und zeigt in einem Ranking mit Ampel, wo Maßnahmen den größten Effekt haben.
Erkennt EMONI Wasserschäden und Leckagen?
Ja. Läuft nachts, am Wochenende oder an Feiertagen dauerhaft Wasser, obwohl niemand es braucht, markiert EMONI den Dauerfluss als Auffälligkeit. So fällt eine undichte Leitung in den Schulferien früh auf, nicht erst Wochen später mit der Abrechnung.
Kann ich mit EMONI Energierechnungen prüfen?
Ja. Tragen Sie Grundpreis, Arbeitspreis und Abschlag einmal ein, dann rechnet EMONI jeden gemessenen Wert in Euro um. So stehen Abschlag und tatsächlicher Verbrauch nebeneinander, und Sie können die Abrechnung des Versorgers mit Ihren eigenen Messwerten vergleichen. Eine drohende Nachzahlung zeichnet sich früh ab, nicht erst auf der Rechnung.
Unterstützt EMONI Kom.EMS, ISO 50001 und EMAS?
Ja. EMONI liefert die automatisch erfasste Datenbasis und die Berichte, die Sie für Kom.EMS, eine Zertifizierung nach ISO 50001 oder EMAS brauchen. Auf Wunsch begleiten wir Sie bei der Einführung.
Hilft EMONI bei den Pflichten aus dem Energieeffizienzgesetz (EnEfG)?
Ja, mit der Datenbasis. Das EnEfG verpflichtet Unternehmen und öffentliche Stellen ab einem bestimmten Energieverbrauch zu Energieaudits oder zu einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS. Beides braucht verlässliche, laufend erfasste Verbrauchsdaten.
EMONI liefert diese Daten automatisch, für alle Standorte in einem System. Die Schwellenwerte des Gesetzes werden derzeit überarbeitet. Ob Ihre Organisation betroffen ist, klären Sie am besten mit Ihrer Energieberatung.
Zeigt EMONI auch die CO₂-Emissionen?
Ja, pro Zähler, pro Gebäude und für das gesamte Portfolio. Die Werte eignen sich für Nachhaltigkeitsberichte, Klimaschutzkonzepte und Förderanträge.
Gibt es Fördermittel für Energiemonitoring in Kommunen?
Oft ja. Viele Bundesländer fördern kommunales Energiemanagement, häufig einschließlich Software und Messtechnik. Bayern zum Beispiel bezuschusst seit August 2026 das Energiemanagement in öffentlichen Gebäuden mit bis zu 50 %.
Bedingungen und Fristen unterscheiden sich je nach Land und Programm. Ob EMONI in Ihrem Fall förderfähig ist, klären Sie am besten mit Ihrer Förderstelle oder Energieagentur. Für Fragen zum System sind wir gern für Sie da.
Erstellt EMONI einen Energiebericht?
Der Energiebericht auf Knopfdruck ist bei uns in Entwicklung. Er soll direkt aus den gemessenen Werten entstehen, ohne Zusammenkopieren aus Tabellen.
Schon heute liefert EMONI die Grundlage dafür: Verbräuche je Zähler und Gebäude, Vergleiche über alle Liegenschaften und CO₂-Werte. Gern informieren wir Sie, sobald der Bericht verfügbar ist.
Können Stadtwerke EMONI ihren Kunden anbieten?
Ja. Als EMONI-Partner bieten Stadtwerke und Energieversorger ihren Kunden Verbrauchstransparenz unter eigenem Namen an, für besseren Service und stärkere Kundenbindung. Die Stadtwerke Wesel setzen EMONI bereits ein. Sprechen Sie uns an.
Hausverwaltung
Muss für die Ablesung jemand in die Wohnung?
Nein. EMONI liest die Zähler aus der Ferne ab, ohne Termin und ohne Zutritt zur Wohnung. Ablesetermine, wiederholte Besuche und Schätzungen, weil Mieter nicht da waren, fallen weg. Zugang zum Zähler braucht es nur einmal, für die Montage des Geräts.
Liefert EMONI Zählerstände zum Stichtag, etwa beim Mieterwechsel?
Ja. Weil EMONI laufend misst, liegt der Zählerstand zu jedem Datum vor: zum Jahresende, beim Mieterwechsel oder für eine Zwischenabrechnung. Niemand muss dafür vor Ort ablesen, und es wird nichts geschätzt.
Hilft EMONI bei der Nebenkostenabrechnung?
Ja, bei der Vorbereitung. Sie sehen den Verbrauch jedes Objekts laufend, nicht erst zum Jahresende. Ungewöhnlich hoher Verbrauch oder eine drohende Nachzahlung fallen früh auf, und die Zählerstände zum Stichtag liegen bereit.
Die Übernahme der Werte in Ihre Abrechnungssoftware erfolgt in Abstimmung mit der jeweiligen Anwendung.
Fachbegriffe erklärt
Was ist kommunales Energiemanagement (KEM)?
Kommunales Energiemanagement heißt: Eine Kommune erfasst den Energie- und Wasserverbrauch ihrer Gebäude regelmäßig, wertet ihn aus und leitet daraus Maßnahmen ab. Ziel ist, Kosten und CO₂ dauerhaft zu senken.
Die Grundlage sind verlässliche Verbrauchsdaten. EMONI liest dafür die vorhandenen Zähler aller Liegenschaften automatisch aus, vom Rathaus bis zum Bauhof, und zeigt sie in einem Dashboard. Ablesen von Hand und Listen führen entfallen.
Was ist die Grundlast eines Gebäudes?
Die Grundlast ist der Verbrauch, der auch dann anfällt, wenn niemand das Gebäude nutzt: nachts, am Wochenende, in den Ferien. Typische Ursachen sind Server, Lüftung, Umwälzpumpen oder Geräte im Stand-by.
Eine hohe Grundlast ist oft der schnellste Hebel zum Sparen, weil sie rund um die Uhr anfällt. Mit einem kurzen Messintervall zeigt EMONI, was ein Gebäude im Leerlauf braucht.
Was ist ein Lastgang, und erkennt EMONI Lastspitzen?
Ein Lastgang zeigt den Verbrauch im Zeitverlauf, zum Beispiel in 15-Minuten-Schritten über einen ganzen Tag. Daran sieht man, wann wie viel Energie gebraucht wird.
Ja. Lastspitzen sind teuer, weil sich bei vielen Gewerbe-Stromverträgen der Leistungspreis nach der höchsten Spitze richtet. Misst EMONI in kurzen Abständen, erkennen Sie im Lastgang, wann Spitzen entstehen, und können gegensteuern, etwa indem Anlagen zeitversetzt anlaufen.
Was bedeutet Witterungsbereinigung?
Ein kalter Winter treibt den Heizverbrauch nach oben, ein milder senkt ihn. Die Witterungsbereinigung rechnet diesen Effekt heraus, meist über Gradtagzahlen des Deutschen Wetterdienstes. Erst dann lässt sich ehrlich sagen, ob ein Gebäude wirklich weniger verbraucht hat.
Im Gas-Dashboard zeigt EMONI den Verbrauch zusammen mit der Außentemperatur und dem Vorjahr. Im geplanten Energiebericht wird der Heizverbrauch nach VDI 3807 witterungsbereinigt.
Was ist der Unterschied zwischen EMONI und einem Smart Meter?
Ein Smart Meter (intelligentes Messsystem) ist ein neuer Zähler mit Kommunikationseinheit, dem Smart-Meter-Gateway. Eingebaut wird er vom Messstellenbetreiber, bisher vor allem für Strom.
EMONI ersetzt keinen Zähler, sondern liest den vorhandenen ab, bei Strom, Gas und Wasser. Sie müssen also nicht auf den Smart-Meter-Rollout warten und haben alle Medien in einem System.
Wie wird aus Kubikmetern Gas eine Kilowattstunde?
Der Gaszähler misst Kubikmeter. Abgerechnet wird in Kilowattstunden:
kWh = m³ × Zustandszahl × Brennwert
Beispiel: 100 m³ × 0,95 × 11,2 kWh/m³ = 1.064 kWh. Zustandszahl und Brennwert stehen auf der Gasrechnung. Einmal in EMONI eingetragen, rechnet EMONI jeden Kubikmeter automatisch in kWh, Euro und CO₂ um, für jedes Gebäude.
Daten & Sicherheit
Wo werden meine Daten gespeichert?
In einer DSGVO-konformen Cloud in Deutschland.
Werden Fotos meines Zählers übertragen?
Das hängt von der Variante ab:
- WLAN: Das Gerät lädt das Foto des Zählwerks in unsere Cloud in Deutschland hoch. Dort wird es automatisch ausgewertet und in einen Zählerstand umgewandelt.
- LoRaWAN: Die Ziffernerkennung läuft direkt im Gerät. Übertragen wird nur der Zählerstand, kein Foto.
Die Fotos werden nur für begrenzte Zeit gespeichert, zur Auswertung und um die Erkennung zu verbessern, und danach gelöscht. Dauerhaft gespeichert werden nur die Zählerstände. Wir geben keine Daten an Dritte weiter. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Kann ich die Daten exportieren oder an andere Systeme anbinden?
Ja, als CSV- oder Excel-Datei: Ihre eigenen Daten exportieren Sie direkt aus der Zählerübersicht. Die Übernahme in Ihre Abrechnungssoftware erfolgt in Abstimmung mit der jeweiligen Anwendung. Eine offene Schnittstelle (API) bieten wir derzeit nicht an.
Pilotprojekt & Kosten
Was kostet das Pilotprojekt?
150 € netto, einmalig (178,50 € inkl. 19 % MwSt.). Enthalten sind der EMONI Endnode, auf Wunsch die Installation vor Ort, der Zugang zu Dashboard und App sowie ein fester Ansprechpartner. Das Pilotprojekt läuft 6 Monate, ohne Abo und ohne Vertragsbindung.
Wie schnell kann es losgehen?
In der Regel in ein bis zwei Wochen. Nach Ihrer Anfrage rufen wir Sie innerhalb von 1–2 Werktagen an, versendet wird meist innerhalb von 5 Werktagen.
Was kostet EMONI im laufenden Betrieb?
Die Kosten für den laufenden Betrieb vereinbaren wir individuell mit Ihnen. Sprechen Sie uns an, wir erstellen Ihnen gern ein Angebot.
Was passiert nach dem Pilotprojekt?
Sie entscheiden frei: weiter nutzen, auf weitere Liegenschaften ausweiten oder das Gerät zurücksenden. Nutzen Sie EMONI weiter, rechnen wir Ihnen die 150 € des Pilotprojekts an.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Schreiben Sie uns oder rufen Sie an, wir antworten persönlich.